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Selbstannahme – liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst – Selbstliebe – liebe Dich selbst…

Wie wäre das? Jede meiner Eigenschaften erfährt (meine) Liebe. Klappt das? Schön wär´s.

Ein Thema, das mich seit inzwischen 10 Jahren beschäftigt, ist meine (späterkannte) Hochbegabung. Ein Minenfeld. Jeder Außenstehende denkt wohl: Hat die sonst keine Sorgen?

Zur Vorgeschichte: Ich war eine Schülerin, der alles mehr oder weniger zufiel, die ohne viel Mühe ein durchschnittliches Abi mit 2,5 schaffte. (Ich hab aus heutiger Sicht kaum mehr als 4 Tage dafür gelernt. Kann mich aber auch irren.) Schlechter als meine Schwestern. In der 7./8. Klasse hatte ich sogar Nachhilfe in Chemie und Physik. Der Text meines Vaters war immer: „Die könnte viel mehr, wenn sie sich mal anstrengen würde.“ Aber ich sah keinen Grund, mich anzustrengen. Ich hatte keine Lust. Wofür? Mich interessierte im Grunde nichts von dem ganzen Schulstoff. Dann das Diplom in Geographie, ähnlich anspruchsvoll. Oft genug das Motto: 4 gewinnt!

Insgesamt wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass ich hochbegabt sein könnte. Spärliche Beiträge in Zeitschriften oder im Fernsehen zogen zwar meine Aufmerksamkeit auf sich, aber es war mir nicht bewusst, dass ich „betroffen“ sein könnte. Solche Überfliegerfähigkeiten hatte ich echt nicht. Mir fielen die Sachen zu und was ich einmal logisch verstanden hatte, saß. Ich weiß heute z.B. noch viele Geburtstage der Mitschüler aus der Grundschule. Ich konnte mich immer gut an Sachverhalte erinnern, also zwischenmenschliche Situationen in ihrer Chronologie, dem Wortlaut und Details blieben mir ewig im Kopf. Mit Anfang 20 hab ich mal einer Bekanntschaft die ganze Pinocchio-Kassette aufgesagt (hat ihn bestimmt beeindruckt ;). Sowas liegt mir. Man muss außerdem nichts auswendig lernen, wenn man es logisch herleiten kann.

Das Mensa-Test-Ergebnis: Irgendwann rückte das Thema durch die Hintertür in einem online-Forum an mich ran. Muss so 2007 oder ´08 gewesen sein. Es stand die Option, mich bei einem Mensa-Test anzumelden, womit ich ewig haderte. War kurz davor, verwarf es wieder. Mehrmals. So vergingen bestimmt 2 Jahre bis ich dann zum Jahreswechsel 2010/11 an einem Test teilnahm und ihn ganz schnell wieder vergaß im Trubel der Weihnachtsheimreise. Ende Januar kam dann mein Testergebnis mit der Post. Sie sind hochbegabt, Prozentrang (PR) 99. Auf diesem Ergebnis-Schreiben des Mensa-Vereins steht es so formuliert:

Bei der Normierung von IQ-Tests werden differenziert nach Alter und Schulbildung verschiedene Referenzgruppen gebildet, so dass der Mittelwert der Ergebnisse je Referenzgruppe bei 100 liegt. 68 % einer Referenzgruppe erreichen IQ-Werte zwischen 85 und 115. IQ-Werte größer 130 werden von 2 % der Referenzgruppe erreicht.
Der PR benennt den Rangplatz innerhalb der Referenzgruppe. So bedeutet Ihr PR = 99, dass Sie einen gleichen oder höheren IQ-Wert erzielt haben als 99 % Ihrer Referenzgruppe.

Auf der Mensa-Seite steht beschrieben: Der IQ-Test gibt Auskunft über die kognitive Leistungsfähigkeit der getesteten Person und somit über die Arbeitsweise ihres Gehirns. Im Klartext: Wenn ich 100 Leute im gleichen Alter (um die 40) und gleicher Schulbildung (Hochschuldiplom) nehme, gehöre ich zu den zwei Hanseln mit der höchsten Denkleistungs-Fähigkeit bzw. mit einer solchen Arbeitsweise des Gehirns, die die Denkleistung entsprechend begünstigt. Ob das die tatschliche Leistung ist, sei mal dahingestellt. Aber wie dem auch sei – wenn das Gehirn anders arbeitet, hat das Folgen!

Worum geht es wirklich? Puh! So viel Text! Und eigentlich bin ich jetzt erst an der Stelle, die hier Thema sein soll. Nämlich, welche Schwierigkeiten das in meinem Fall – und jeder Fall ist anders – mit sich bringt. Es geht um die Prägung, um eingefahrene Muster, um Erfahrungen im sozialen Umfeld, um das, was bei (m)einer hochbegabten Arbeitsweise des Gehirns so schief laufen kann…

Nein, im Grunde geht mir hier um Selbstannahme und Selbstliebe. Den Nächsten fällt es oft schwer, da mitzugehen. Es geht darum, dass alleine die sachliche Aussage: „Ich bin hochbegabt!“ einen bei so ziemlich jedem ins schlechte Licht rückt. Jeder „weiß“, was Hochbegabung ist. Jeder weiß, dass man (ich) das nur sagt, um was Besseres zu sein. Jeder ist sich absolut sicher, dass man sich nur profilieren will. Die Leute fühlen sich abgewertet. Aus genau diesem Grund hab ich außer dem „Coming-out“ auf dieser Seite und meiner Mitgliedschaft unter Gleichgesinnten im Mensa-Verein das Thema oft und „gerne“ unter den Tisch fallen lassen. In der Familie und im Freundeskreis hab ich es Anfang 2011 den Nahestehendsten erzählt und eher negatives Feedback bekommen. Neuen Bekanntschaften gegenüber hab ich es manchmal bei Gelegenheit erwähnt, um zu sehen, wie tragfähig die Geschichte werden könnte. Beruflich hab ich es weggelassen. Alleine im Lebenslauf steht die Mitgliedschaft im Mensa-Verein, so dass ein Arbeitgeber bei genügend Interesse drauf kommen könnte… Nie hat jemand Bezug genommen.

Das Resultat des Ganzen ist: Ich bin nicht authentisch. Ich fühle mich, als dürfte ich mich nicht komplett zeigen, weil sonst der Ausschluss droht. Ein solches Merkmal – ich bin hochbegabt – ist ein soziales Abschusskriterium. Die Leute trauen sich nicht in ihre eigene Größe und machen alles klein, was sie „überragen“ könnte, d.h. wodurch sie sich getriggert fühlen, was ihnen den eigenen Schatten vor Augen hält… Mit anderen Worten: Sie lieben ihren Nächsten genauso wenig, wie sich selbst.

Aber ich will das für mich nicht mehr. Ich gönne jedem seine Größe, seine Individualität. Jeder darf in dem super sein, was er gut kann! Jeder darf sich dafür lieben, die Familie besser zu managen als ich, den Garten besser zu pflegen als ich, handwerklich routinierter zu sein, besser mit Zahlen zu jonglieren, besser Entscheidungen treffen zu können, belastbarer zu sein usw. usf. Und vor allem darf jeder wissen, was er gut kann! Was sind die eigenen Stärken, um der Welt den größtmöglichen Dienst zu erweisen? Bei mir ist eine Gabe eben die sogenannte Hochbegabung. Ich habe ein Talent für eine hohe Denkleistung. Ich denke nicht in Worten und Sätzen, ich denke in Bildern und Mustern und Strukturen – in 3D, manchmal auch mehr. Und dabei gehe ich vom Großen ins Kleine. Ich erkenne erst die Muster und dann interessieren mich die Details. Mein Output an Ideen ist in der gleichen Zeit für gewöhnlich viel größer als bei meinen Mitmenschen. Dafür stolpere ich z.B. viel zu oft über mein Optimierungsbedürfnis, so dass ich mich praktisch „festfahre“. So ist es eben. So kenne ich mich. Und so kann ich mich auch lieben. Wenn es wiedermal so weit ist, kann ich sagen: „Ja, Yvonne, so ist es jetzt eben. War ja eigentlich absehbar, aber na gut! Du hast DEIN Bestes gegeben und bist auch nur ein Mensch.“ Und genau in diesem JA besteht nach meiner Erfahrung die Selbstliebe. Es ist keine Verurteilung für Fehler, sondern vielmehr deren Akzeptanz.

Solange ich mich für meine Fehler verurteile, verurteile ich andere für ihre Fehler. Genau das hört (bei) mir jetzt auf! Es ist gewissermaßen ein Paradoxon. Ich verstecke meine Hochbegabung, weil ich erfahrungsgemäß dafür verletzt werde. Ich verletze mich selbst damit, dass ich meine Hochbegabung verstecke, weil ich nicht zu meiner Gabe, meinem Talent stehe. Völliger Quatsch! Also Schluss damit! Dummerweise sind beide Optionen mit Verletzung verbunden. Das heißt in der Konsequenz für mich: Liebe Deine Nächsten wie Dich selbst! Ich liebe mich als hochbegabte Frau. Wenn ich dafür mit Abwertung konfrontiert werde, kann ich drüber stehen und mitfühlend denken: Schade, dass diese Person sich selbst nicht mehr liebt. Vielleicht kann mein strahlendes Licht ihr einen Weg erhellen.

Und nicht vergessen: Wo Deine Gaben sind, sind Deine Aufgaben.