Glaubensstrukturen über den Wasserfilter

Heute wurde ich wieder einmal Zeugin einer Diskussion über verschiedene Wasserfilter- und – energetisierungssysteme. Spannend! Der Markt ist riesig, Informationen sind umfassend vorhanden. Wir bestehen zu einem unglaublich hohen Prozentsatz aus Wasser, Wasser ist ein Informationsträger… Logisch, dass wir möglichst sauberes, höchst energetisches Wasser zu uns nehmen sollten.

Auf die Frage, was wir zu Hause für Wasser trinken, hab ich etwas provokativ – so bin ich eben 😉 – geantwortet: Sprudelwasser aus Plastikflaschen. Naja, so ausschließlich stimmt das nicht. Ich habe schon ein ziemlich unausgegorenes Wasserfiltersystem, das vielleicht keinem idealen Ansatz gerecht wird, aber es ist da und wird genutzt… Es gab auch Zeiten, da hab ich Wasser aus der Quelle geholt und andere Zeiten, da hab ich Mondwasser in Glasflaschen gekauft.

Was mich jedoch jetzt bewegt hat, war die Frage: Wie stehe ich denn zu dem ganzen Thema überhaupt?

Wie so oft stehen dahinter Glaubensstrukturen. Und welche sind das in dem Fall? Sowas wie:

  • Sauberstes Wasser ist viiiel besser als (manipuliertes) Leitungswasser.
  • Nur wenn ich gefiltertes Wasser trinke, tu ich mir und meinem Körper gut und bleibe gesund.
  • Die Energien in dem Wasser, das ich zu mir nehme, beeinflussen mich nachhaltig, deshalb möchte ich diese bestimmen (egal ob über Kristalle, hölzerne Energiewirbel, Gebetsrohrleitungen, Zahlencodes auf Zetteln unterm Glas…).
  • usw. Ihr seid ja kreativ. 😉

Wenn ich nun solche Glaubensstrukturen anschaue und entsprechend reflektiere oder erweitere, komme ich für meinen Teil schnell dahin, dass das alles auch anders geht.

Früher hieß es zum Beispiel, dass die dreckigsten Kinder meistens die gesündesten sind. So erhält man sich doch das bedarfsorientierte Immunsystem. Außerdem ist ein gesunder Körper in der Lage, selbst zu filtern und Reststoffe auszuscheiden. (Habt ihr schon mal vom 4. Aggregatzustand des Wassers gehört? Das ist flüssiges Wasser, das sich wie ein Kristall, sprich Eis verhält. Und Eis drückt alle Fremdkörper raus. Sehr spannendes Thema, weil dieser 4. Aggregatzustand im Körperwasser auftritt.)

Und wenn mich die Energien beeinflussen, dann muss ich für meine Begriffe auch schauen, aus welchem Gefäß ich trinke. Geht ein CocaCola-Glas oder das Bautzner-Senf-Dino-Glas mit all den integrierten Werbeträger-Energien? Oder ist ein schlichter Plastikbecher da besser im Sinne von „uninformierter“? Hat nicht auch der Facettenschliff des unbedruckten Latte Macchiato-Glases eine Energie oder generell die Form eines Glases? Wenn ich mein „bebetetes“ Wasser aus einem Weizenglas trinke oder aus einem getöpferten Kaffeepott mit Blümchenmuster, ist dann noch das Gebet in Reinform in meinem Wasser oder auch bayrische Trinkkultur bzw. die Gefühlslage der Töpferin? Und welche Info gibt der Korkverschluss und die Stoffhülle um meine Flasche dem Wasser? Und noch weiter gefragt: Welche Wirkung hat all das auf mich, wenn es mir gar nicht bekannt ist?

Ich könnte das Spiel beliebig fortsetzen. Was ich – immer wieder – sagen will: Es kommt auf Dein Bewusstsein an!

Klar wirkt reines Quellwasser auf mich anders, als Plastikflaschen-Sprudel. Aber hey, wenn mir z.B. Erdung fehlt oder ich in einer Schreibblockade sitze, ist Plastikwasser vielleicht hilfreich. Und neben „unerwünschten Chemikalien“ liefert es mir ja auch die Information von z.B. Formwandlung. Jeder, der sich schon mal bewusst in der Tiefe mit dem Material Plastik verbunden hat, weiß wieviel spritzige Lebensfreude und Leichtigkeit da drinsteckt, wieviel kreatives Potential. Es ist die Klimaschützer-Glaubensstruktur „Plastik ist schlecht und zerstört die Umwelt!“, die meistens (unbewusst?) wirkt, wenn ich es ablehne.

Jede Sache hat Bewusstsein. Jeden Instantkaffee kann ich positiv energetisieren oder darum bitten, zu meinem höchsten Wohle zu wirken. Und ich kann auch gleich mein Körperwasser direkt ansprechen statt den Umweg über das Wasser in meinem Glas zu nehmen. Wenn ich den Wasserfilter „brauche“, gebe ich in meinen Augen ein Stück weit eventuell Verantwortung ab, indem dieses Gerät nun für mein Wohlbefinden zuständig sein soll? Andersrum: Wenn ich mich schon auf die schöne Optik, das gurgelnde Geräusch oder eben meine glücklich machende Glaubensstruktur im Zusammenhang mit dem Filter freue, fördern dann meine hochschwingende Freude und meine Glückshormone meine Gesundheit viel mehr als der Filter selbst? Und genauso beeinflusst die Freude über die „heute geschafften 2 Liter“ mein Wohlbefinden vielleicht weitreichender als die Angst vor der bösen Kohlensäure? Falls ich die 2-Liter-Glaubensstruktur für mich annehme und nicht der TCM-Version (Zu viel Trinken schwächt den Nierenmeridian.) anhänge…

Ich meine, dass bei der ganzen Betrachtung – hier am Beispiel Wasser – die Ebenen vermischt werden. Die Leute meinen, gutes Wasser löst einen Großteil ihrer Probleme. Gut, das kann sein, aber es ist kein Garant. Genauso wie „schlechtes Wasser“ keine Garantie für Krankheit und schnellen Tod ist. Es ist einfach, was es ist. Und je nachdem, welches Ziel ich anstrebe, gibt es verschiedenste Wege dort hinzugelangen. Es ist Selbstmedikation – oder schöner formuliert Selbstheilung – im weitesten Sinne.

Puh! Ich hoffe, ich konnte die Komplexität des Themas umreißen. 🙂 Also geh in Dich, denn Deine Wahrheit findest Du bekanntlich nur dort!

Alles Liebe
Yvonne 🙂